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   Informationen aus und über, aber nicht nur für Neudorf .... 

Heimat-Jahrbuch des Kreises Gelnhausen 1963Der folgende Artikel Das Kirchspiel Aufenau und die neue Doppel-Kirche Neudorf von Martin Schäfer entstammt dem Jahrgang 1963 des Heimat-Jahrbuchs des Kreises Gelnhausen Zwischen Vogelsberg und Spessart:

 

"Die Siedlung Aufenau wird schon 886 (...) als Huwenowa und Ort an der Grenze des Kirchenspiels Salmünster genannt. Die Basilica Uvenowe finden wir dagegen 1167 (...) mit allen Zubehörungen unter den Besitzungen des Klosters Schlüchtern erwähnt. Die Siedlung Aufenau gehört sprachlich zu den sog. "-aha-Orten" wie Steinaha, Aldaha, Orbaha, Haselaha und Mittelaha im Kinziggebiet, aus der Zeit um 600 stammend.

Die Mutterkirche Aufenau besaß ursprünglich neben den beiden Orten Neudorf und Zum Hain (...) auch Wächtersbach als Filial. Am 28. April 1433 gestattete der Generalvikar des Erzbischofs Conrad von Mainz, da der Ort Wächtersbach mehr als eine Meile wegs seiner Matrix Ubenawe entfernt und bei Überschwemmungen nicht ohne Gefahr zu erreichen sei, daß in der Kapelle zu Wächtersbach die Taufe u. a. Sakramente verwaltet werden durften, was der Pleban (Pfarrherr) zu Aufenau bis dahin nicht zugegeben hatte. Im Januar 1435 trennte der Generalvikar formal "die Gemeinde des Tales Wächtersbach von der Pfarrkirche zu Ubenawe und bestimmte, daß dafür dem jeweiligen Pfarrer zu Aufenau jährlich 5 Geldgulden Entschädigung von Wächtersbach zu zahlen sei." 1497 erhielt die Kapelle zu Wächtersbach für den Frühmesser "die Werewiese bei Uffenaw u. die Pfohlwiese, an die Bracht stoßend, bei Neudorf." Damit ist das hohe Alter der Pfarrei Aufenau und ihre Unabhängigkeit von der Pfarrei Orb bewiesen.

Von der alten Basilica der Mutterkirche Aufenau ist nichts erhalten. Auch die mittelalterliche spätgotische Kirche, ein Bruchsteinbau, hatte ein flachgedecktes Schiff ohne Strebepfeiler und einfache spitzbogige, profilierte Fenster. Der etwas schmalere Chor war dagegen bis zum Umbau 1755 mit zwei Strebepfeilern versehen. Auch seine Gewölbe fielen dem Umbau zum Opfer. Der alte Turm mit quadratischem Umriß steigt ohne Gesims vor der Westseite der Kirche auf; "die südliche Tür ist spitzbogig, die nördliche noch rundbogig, mit feinen Rundstäbchen geziert." (Bickell); "bei Restauration allerdings spitzbogig freigelegt." Bickell meinte die Trauungstür an der nördlichen Seite. Auch das Zwiebeldach mit seiner Hohen Laterne, die ein gut geschmiedetes Kreuz schmückt stammt aus dem Urnbaujahr 1755.

Heute noch halten beide christliche Konfessionen in dieser Pfarrkirche auf Grund eines Vertrages aus dem Jahre 1683 ihre Gottesdienste ab. Der Seitenunbau ist unterteilt in zwei Räume:- eine evangelische und eine katholische Sakristei, mit eignen Zugängen von außen und nach der Kirche. Das evangelische Pfarrhaus steht an der Nordseite, das katholische an dem Ostrande des kleinen Kirchhofes. Diese Simultankirche enthält jetzt auch wieder ein Triptychon. B. Stuhl versuchte zu beweisen (Gelnh. Jahrb. 1958, 44), daß offenbar Diether Forstmeister v. G., der Dekan des Stiftes St. Alban zu Mainz, es vor seinem Tod 1497 gestiftet hat. Nach dem Umbau von 1762 kam an seine Stelle ein Barockaltar. Das Mittelstück hing bis 1889 im kath. Pfarrhaus; die zwei Seitentafeln waren im gleichen Hause aufbewahrt. Der Landeskonservator hat den Altar angeblich aus Kriegsgründen 1490 aus dem kath. Pfarrhaus mit Zustimmung der bischöflichen Behörde von Fulda entfernen lassen. Restauriert wurden die Teile des Altares im Auftrage des kath. Kirchenvorstandes im Landesmuseum zu Darmstadt für etwa 6000DM.

Die neue Doppel-Kirche für die Filialgemeinde Neudorf wurde notwendig, weil die Kirchengemeinden sich stark vergrößert hatten.

Noch im Jahre 1824
zählten Aufenau 125 Familien. mit 563 Katholische und 176 Evangelische
= 751 Einwohner

Neudorf 52 Familien mit 107 Katholische und 152 Evangelische
= 259 Einwohner.

1949 hatten Aufenau und Neudorf 1067 Katholische und 420 Evangelische, zusammen 1487 Einwohner.

Heute ist die Zahl der Einwohner auf über 1500 gewachsen. Nach Angaben des evangelischen Pfarrers Friedrich Malkemus zu Aufenau wurde der Gedanke an einen eigenen Kirchbau in der Gemeinde Neudorf schon seit Jahrzehnten erwogen. Im Frühjahr 1958 versuchten die drei benachbarten Gemeinden Neudorf, Weilers und Hesseldorf, an der Straßenkreuzung, genannt Kreuzweg, zwischen den Gemeinden gemeinsam einen Kirchbau zu erstellen. Aus mancherlei Gründen zerschlug sich das Projekt, besonders deshalb, weil Neudorf die alten Zusammenhänge mit der Pfarrei Aufenau bzw. Wächtersbach nicht zerreißen und alte Rechte nicht aufgeben wollte.

Schule Neudorf

Da kamen am 7. März 1959 zwei Männer der evangel. Gemeinde in Neudorf, Bürgermeister Georg Simon und Kirchenältester Otto Schröder zu ihrem Pfarrer Malkemus und überbrachten den Vorschlag, aus den Erlösen eines großen Holzverkaufes aus dem Gemeindewald (ein orkanartiger Sturm hatte am 1. August 1958 Hunderte von Bäumen entwurzelt) in Neudorf eine Kirche zu bauen aus Dank dafür, daß die Gemeinde vor größerem Unheil bewahrt geblieben sei. Die Kirche solle allen Gliedern der Gemeinde dienen, katholischen wie evangelischen. Zunächst schätzte man den benötigten Betrag auf 40.000,- DM. Nach Fühlungnahme mit dem evangl. Landeskirchenamt in Kassel sowie dem kath. Geistlichen Hauck und dem Kirchenvorstand von Aufenau wurde dem Vorschlag auf einer öffentlichen Versammlung am 13. April 1959 zugestimmt. In der Gemeindevertretersitzung am 15. Mai 1959 wurde folgender Beschluß gefaßt:

Die Gemeinde Neudorf beschließt den Bau einer Doppelkirche mit einem Turm und zwei Kirchenräumen nach dem vorbildlichen Kirchenbau in Lettgenbrunn. Die Gemeinde stellt für den Gesamtbau, berechnet für ein Einwohnerverhältnis von 62 % Evangelischen und 38 % Katholiken, 50.000 DM und das notwendige Rundholz aus ihrem Wald. Die Gemeinde erwartet, daß die ev. Landeskirchenverwaltung in Kassel und die Diözesanverwaltung in Fulda anteilgemäß zum Kirchenbau beisteuern. Die Gemeinde erwarb außerdem das ausgesuchte Baugrundstück in Größe von 3200 qm am sog. Dreschplatz.

Schon am 20. November 1959 wurden in einer Besprechung, an der Vertreter des Landeskirchenamtes zu Kassel und des Bisch. Ordinariats zu Fulda teilnahmen, die von Herrn Kirchenbaurat Maurer aus Kassel vorgelegten Baupläne genehmigt. Sie entsprachen sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Baugesinnung den Wünschen beider Kirchengemeinden.

Auf dem erhöht liegenden Kirchenplatz erstanden ein fünfeckiger Kirchenraum für die evangelische und ein rechteckiger für die katholische Gemeinde, beide Kirchenräume in einem stumpfen Winkel aneinandergesetzt. Der davorliegende Vorhof ist über eine Freitreppe und durch den Torbogen unter dem Campanileturm zu erreichen. lrn Blickpunkt liegen nun beide Kirchenräume jenseits des großen Vorhofes. So wurde die Absicht der Gemeinde, für beide Kirchengerneinden eine geschlossene Kirchbauanlage zu schaffen, sinnvoll durchgeführt. Die den gesamten Kirchbau umlaufende Gesimskante, ein Betonringanker, betont symbolisch das Band, das die christlichen Gemeinden umschließt. Ebenso soll die Reihung der Fenster diesem Gedanken dienen.

Johanneskirche NeudorfDie innen 7 m hohen Kirchenräurne sind so aneinandergefügt, daß ihre Front mit den beiden Hauptkirchentüren als einheitlich erscheint, sobald man über die Freitreppe unter dem Glockenträger hin den Vorhof erreicht, der durch eine Stützmauer eingefaßt ist. Auf Betonfundamenten wurden die Außenmauern der Kirchenräume aus Ziegelstein errichtet, die außen sichtbar gefugt und innen hell verputzt sind. Die Dachkonstruktionen bestehen aus Holz und sind innen mit französischer Kiefer verkleidet. Eingedeckt wurde das Dach mit Kupferfolie. In den Gängen der Kirchenräume liegen Spaltklinkerböden; die Eingangstüren sind mit Waschbeton umrahmt. Für die Innenausstattung der Kirchenräume verblieb der freiwilligen Mitwirkung beider Kirchengemeinden großer Spielraum.

Auch das Vierergeläut wurde in Auftrag gegeben, so daß es zur Einweihung fertig war. Zu den Kosten der 4 Glocken und der elektrischen Läutanlage hat die politische Gemeinde die Hälfte der Kosten beigetragen. Für den evangelischen Kirchenraum ist eine fünfregisterige Orgel bei der Orgelbauanstalt Bosch, Kassel, in Auftrag gegeben und wird Ende des Jahres 1962 eingebaut werden können. Zur Orgel haben 2.500.- DM die Gemeinden des Sprengels Hanau und 8.000.- DM die Landeskirche beigetragen. So wird sie die Gabe der brüderlichen Verbundenheit mit den übrigen Gemeinden sein.

Es kann nicht genug lobenswert hervorgehoben werden, daß der jahrhundertelange Besuch der Simultankirche Aufenau die Bewohner Neudorfs innerlich dafür bereit machte, an den Bau einer Kirche für ihr Dorf nur gemeinsam heranzugehen und ihm auch äußerlich die gemeinsamen Symbole christlichen Denkens und Tuns aufzuprägen. In einer Zeit, in der man sich staatlicher- und kirchlicherseits zu einer Förderung einer "Woche der Brüderlichkeit" veranlaßt sieht, ist es gewiß angebracht, solche Vorbilder aus der Vergangenheit unserer Heimat besonders zu betrachten und lobend hervorzuheben."

 

Vom Projekt "Neugestaltung Kirchenvorplatz", das gemeinsam von evangelischer und katholischer Kirchengemeinde vorangetrieben wird, gibt es gute Nachrichten.

Zum erfolgreich durchgeführten Crowdfunding-Projekt in Zusammenarbeit mit der VR-Bank Main-Kinzig gibt es etwas zu berichten: Am 08.03.2019 übergaben Vertreter der VR-Bank symbolisch einen Scheck über die gespendeten € 2.805,- an die Pfarrer der beiden Kirchengemeinden.

Scheckübergabe durch VR-Bank Main-Kinzig

Über die Einweihung der Johanneskirche in Wächtersbach-Neudorf im Jahr 1962 gibt es einen Amateurfilm im 8mm-Format, der in bereits schlechtem Erhaltungszustand digitalisiert wurde. Daher resultiert die bescheidene Bildqualität, auch die ursprünglich vorhandene Tonspur ist nicht mehr erhalten.

Achtung: Beim Klick auf den Button Video anzeigen wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt. Dadurch werden Daten an Youtube übertragen (s. unsere Datenschutzerklärung). Wenn Sie dies nicht möchten, sollten Sie den Film nicht anzeigen lassen.

Zum besseren Verständnis hier einige Bemerkungen zu den Inhalten des Films:

 

  • Nach dem Vorspann beginnt es mit einer Kamerafahrt von Hesseldorf nach Neudorf, bei der der Kameramann offenbar auf dem Sozius eines Motorrades mitgefahren ist und dabei gefilmt hat. Zunächst ist kurz ein Zug der Vogelsberger Südbahn zu sehen, die 1962 auf dem Streckenteil zwischen Wächtersbach und Birstein noch mit Diesellokomotiven betrieben wurde (0:48 min).

  • Beim Kameraschwenk über Neudorf ist als markantes Gebäude zunächst der Stall des Weidenhofes zu sehen (1:04 min), danach das Fabrikgelände der damaligen Firma Varta Plastic (1:16 min). Letzteres ist auch bei der Annäherung an Neudorf wieder im Bild (1:21 min), bevor wir dann auf der Kreisstraße direkt auf das Dorf zufahren. Sehr gut zu erkennen ist der bescheidene Zustand der Kreisstraße. Wir erreichen das Ortsschild der damals noch selbständigen Gemeinde Neudorf (1:36 min). Ganz kurz ist auf der linken Seite -nahe dem Ohr des Motorradfahrers- die Alte Schule zu sehen (1:50 min). Nach der Kamerafahrt kommt das Alte Rathaus der Gemeinde ins Bild (1:59 min), bevor erstmals die neue Johanneskirche gezeigt wird (2:09 min). Über die Aufenauer Straße (2:21 min) erreichen wir den Bahnübergang (2:36 min).

  • In Aufenau ist kurz die dortige katholische Kirche zu sehen (2:40 min). Gleich danach verlassen wir Aufenau wieder und erreichen über den Neudorfer Ortsteil Kinzighausen (2:54 min) wieder Neudorf (2:56 min). Nach einem Blick zurück auf Aufenau mit seiner Kirche (3:00 min) sehen wir auch noch den ehemaligen Bohlenweg zwischen den beiden Orten (3:16 min) und die Fußgängerbrücke über die Kinzig (3:26 min), die im Jahr 2013 neu erstellt wurde. Aus dem Wiesengrund zwischen Aufenau und Neudorf beobachten wir dann einen Zug der Deutschen Bundesbahn auf der Hauptstrecke zwischen Frankfurt und Fulda (3:34 min) und werden durch eine sich schließende Schranke an der Bahnstrecke (3:49 min) zu einem Halt gezwungen.

  • Ziemlich abrupt wechselt die Szene (3:58 min): Die Gäste zur Einweihung der Johanneskirche treffen ein, während eine Blaskapelle aufspielt. Die Feierlichkeiten beginnen mit Ansprachen an der Alten Schule (4:05 min), wo sich zahlreiche evangelische Pfarrer aus der Umgebung eingefunden haben. Ebenfalls Gäste sind Bundeswehrangehörige, die am Bau der Johanneskirche beteiligt waren. Nach der Rede des Ortspfarrers Malkemus (4:39 min) zieht die Festgemeinde durchs Dorf zur festlich geschmückten neuen Kirche (5:16 min). Die Blaskapelle hat bereits einen Platz auf dem Kirchenvorplatz eingenommen (5:40 min), wo sich die Gemeinde versammelt. Einer Ansprache von Bürgermeister Simon (6:20 min) folgt die feierliche Schlüsselübergabe durch den Gemeindevorstand Schröder (6:33 min) an einen Vertreter der evangelischen Landeskirche, der den Schlüssel dann seinerseits an Pfarrer Malkemus weiterleitet (6:42 min). Nach dem Gottesdienst verlässt die Gemeinde unter Führung von Dekan Maue das neu eingeweihte Gotteshaus (7:42 min).

  • Nach einem Zwischenschnitt auf den Friedhof mit Kreuz (7:52 min) beginnen die Vorbereitungen für die erste Hochzeit in der neuen Johanneskirche (7:56 min) im Mai 1962. Das Brautpaar Erika und Karl-Heinz Müller kommt zur Kirche (8:18 min) und wird von Pfarrer Malkemus begrüßt. Die nun folgenden Innenaufnahmen von der Trauung sind leider stark unterbelichtet, so dass erst der Auszug des Brautpaares aus der Kirche wieder gut erkennbar ist (9:12 min). Das Brautpaar verlässt den Ort der Trauung in einem weißen Ford 17m (9:29 min).

  • Nächste wichtige Zeremonie in der neuen Kirche und ebenfalls Teil des Filmes ist die erste Konfirmation (9:34 min). Konfirmiert werden ebenfalls im Mai 1962: Isabella Becker, Elvira Henkel, Brigitte Kopp und Volker Nagelschmidt. Leider gilt auch hier, dass die Innenaufnahmen stark unterbelichtet sind. Daher rückt die versammelte Gemeinde erst beim Verlassen des Gotteshause wieder gut ins Bild (10:34 min).
    Konfirmierte 1962 mit Pfarrer Malkemus 
  • Zum Schluss gibt es noch einige Ansichten von Neudorf (11:16 min) und der Kirche.

 

Auch wenn die Qualität des Filmes ziemlich schlecht ist, stellt er ein recht interessantes Dokument der Zeitgeschichte dar.

 
 
Die Büsche und Bäume, die nach der Erstellung der Johanneskirche im Jahr 1962 gepflanzt worden waren, hatten sich in fast fünfzig Jahren prächtig entwickelt. Dagegen hatten am Treppenaufgang und am Glockenturm der Zahn der Zeit mächtig genagt, so dass im Frühjahr und Sommer 2010 der Außenbereich der Johanneskirche neu gestaltet werden musste.

Außenanlage der Johanneskirche im Jahr 2008

Zunächst sanierte die Stadt Wächtersbach aus eigenen Budgetmitteln die Außentreppe. Danach erfuhr auch das Umfeld des Kirchenaufgangs eine Neugestaltung.
 
Die beiden Kirchengemeinden der Doppelkirche, die je einen Gottesdienstraum für die evangelische und die katholische Gemeinde beherbergt, nahmen die Neugestaltung mit zahlreichen freiwilligen Helfern in Angriff und gestalteten die Hangfläche völlig neu.
 
Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Bei den Arbeiten kam schweres Gerät zum Einsatz.

Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Arbeiten an der Außenanlage der Johanneskirche
 
Im Rahmen der Aktivitäten wurden auch die alten Treppengeländer durch neue aus Edelstahl ersetzt.

Nach der Neuanlage und Neupflanzung präsentiert sich der Außenbereich der  Kirche wieder in einem ansprechenden Zustand.
 
Johanneskirche mit neu gestalteter Außenanlage
 
Johanneskirche mit neu gestalteter Außenanlage
 
Johanneskirche mit neu gestalteter Außenanlage
 
Bei einer Besichtigung des Arbeitsergebnisse sagte Bürgermeister Rainer Krätschmer: „Ich danke Maritta Rasch mit Norbert Metzler und dem gesamten Team für diese freiwillige Arbeit. Gerade in der Ortsdurchfahrt ist es schön zu sehen, dass durch diese freiwilligen Helferinnen und Helfer das gesamte Umfeld optisch viel ansprechender wirkt“. Pfarrer Matthias Fischer schloss sich diesem Lob an und zeigte sich erfreut über die gemeinsame Aktion der Stadt und des Helferteams der Kirchengemeinden.

Maritta Rasch erläuterte dem Rathauschef, dass noch viel Arbeit bevorsteht. So solle der Kirchturm im Inneren gereinigt werden. Die vielen Tauben hätten den Innenraum des Glockenturms so stark verschmutzt, dass sich die Wartungsfirma weigere, die Wartung weiter durchzuführen. Auch im Kirchenbereich seien einige Fenster stark sanierungsbedürftig. Ein kostenloses Gerüst für den Glockenturm sei von einer örtlichen Firma zugesagt worden, da nur so eine Reinigung überhaupt möglich ist. Auch die Betonstelzen des Glockenturms sollen noch gestrichen werden. Es bleibt also noch einiges zu tun.
Hier verwies Bürgermeister Rainer Krätschmer auf die Chancen, die sich für das gesamte Areal und auch der behindertengerecht zu gestaltenden Zugänge zur Kirche und zum Friedhof aus dem Dorferneuerungsprogramm ergeben können. „Wir sind mit Neudorf, Weilers und Hesseldorf gemeinsamer Förderschwerpunkt geworden. Als nächstes wird ein Dorfentwicklungsplan dieser drei Stadtteile aufzustellen sein. Dabei sollten auch mögliche Wünsche der Kirchengemeinden für die Neugestaltung mit aufgenommen werden, um von den Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm profitieren zu können", riet der Bürgermeister.

 

Renovierung des Glockenturmes der Johanneskirche

Seit Juli 2011 waren einige Gemeindemitglieder in freiwilliger Arbeit mit der Sanierung des Glockenturmes beschäftigt. Zunächst wurden die beschädigten Fenstergitter erneuert und das Innere des Turmes von den Hinterlassenschaften der Tauben gereinigt.

Sanierung des Glockenturms der Johanneskirche - Gerüstbau für den Austausch der Fenstergitter 

Nach der Sanierung des Glockenturm wurden im Sommer 2011 auch die Außenseiten der Fenster neu gestrichen.

 

 

Im Jahr 2012 sind es nun fünfzig Jahre, in denen die Johanneskirche das Ortsbild von Neudorf prägt.

Johanneskirche Neudorf 2010
Als Doppelkirche gebaut, gibt die Johanneskirche seit nun 50 Jahren den Christen beider Konfessionen Raum für Gottesdienste und Begegnungen. Die meisten Neudorfer verbinden wichtige Ereignisse ihres Lebens mit der katholischen Sankt-Johannes-Kirche und der evangelisch-lutherischen Johannes-Kirche:

Die Taufe der Kinder, Konfirmationen, Kommunionen, Hochzeiten, Beerdigungen, die sonntäglichen Gottesdienste und Messen.

Jubiläumskonfirmation 2011

Kommunion 1999
Viele Stationen des Lebens sind verbunden mit dieser Kirche. Deshalb haben die beiden Kirchengemeinden mit Unterstützung der örtlichen Vereine an Pfingsten 2012 die Jubiläumskirchweih als Dorffest gefeiert.

Am Samstag, dem 26. Mai 2012, begannen die Feierlichkeiten um 20:00 Uhr im Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus. Bei musikalischer Unterhaltung, Essen und Trinken gab es Raum für Begegnungen, Gespräche und gute Laune.
Festlich ging es dann am Pfingstsonntag, dem 27. Mai, zu. In einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Kirchhof konnten wir Gott für unsere Kirche danken und um seinen Segen für alle Menschen bitten, die auch weiterhin hier zusammenkommen. Anschließend geleitete der Musikverein Bad Orb die Gemeinde wieder ins Festzelt ein, wo mit Gegrilltem, Getränken, sowie Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt war.

Eine Foto-Ausstellung im Dorfgemeinschaftshaus zeigte Fotos rund um die Kirche aus den vergangenen 50 Jahren und dokumentierte, wie die Neudorfer Kirche das Leben der Menschen hier mitgeprägt hat.

Der Erlös dieses Jubiläums wurde für die Neugestaltung des Kirchhofes verwendet.

 

An Pfingsten 2012 feierten die evangelisch-lutherische und die römisch-katholische Kirchengemeinde Neudorf gemeinsam und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung den 50. Geburtstag der Johanneskirche in Neudorf und das Kirchweihfest.

Teilnehmer beim ökumenischen Gottesdienst
Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein eindrücklicher ökumenischer Gottesdienst, den die beiden zuständigen Pfarrer Matthias Fischer (Evangelisch lutherische Kirchengemeinde Aufenau) und Stefan Kümpel (Katholische Pfarrgemeinde Bad Orb) leiteten.

Die Pfarrer Kümpel und Fischer (v.l.)
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Gloria Singers des Gesangvereins Neudorf sowie die Churchies, die  Musik- und Gesangsgruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Aufenau/ Neudorf.

Gloria Singers und Churchies beim gemeinsamen Liedvortrag
Vertreter der Stadt Wächtersbach, angeführt von Bürgermeister Rainer Krätschmer, der Kirchen und der ortsansässigen Vereine erinnerten in ihren Grußworten auch an die Entstehungsgeschichte der Johanneskirche, die als Simultankirche je einen Kirchenraum für die evangelische und katholische Gemeinde unter einem Dach vereinigt; den Vorplatz und den Glockenturm nutzen beide Konfessionen gemeinsam.

Bürgermeister Krätschmer bei seiner Rede


Der Wächtersbacher Pfarrer Schilling bei seiner Rede 
Nach dem Gottesdienst begleitete der Musikzug des Musikvereins Bad Orb die Gemeinde bei schönstem Wetter zum Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus, wo schon Speisen und Getränke warteten und wo zunächst der Musikverein Bad Orb und danach der Musikverein Kassel die Gäste unterhielten.

Johanneskirche nach Abschluss des Gottesdienstes
Tanzveranstaltungen am Pfingstsamstag und an Pfingstsonntag komplettierten die Kirchweih. Begonnen hatte die Veranstaltung jedoch bereits am Samstagnachmittag mit der Aufstellung des Kerbbaums, der vorher von den Kerbburschen und -mädels bei einem Umzug durch den Stadtteil begleitet worden war.

Kerbburschen und -mädels nach dem Aufstellen des Kerbbaumes
 

 
 
 
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