Informationen aus und über, aber nicht nur für Wächtersbach-Neudorf ...  

 Informationen aus und über  

  Wächtersbach-Neudorf ...  

26.09.2020


Header Neudorf V2 mit Wappen

Die Randnotiz

Die Diensttreppe

Froh sind die Neudorfer schon, dass nach monatelangen Bauarbeiten die neue Brücke über den Flutgraben am Ortsrand von Aufenau für den Verkehr freigegeben worden ist. Und sie nicht mehr den Umweg über Wächtersbach fahren müssen, wenn sie z.B. im Mittelpunkt Aufenau Brötchen holen wollen. Noch fehlt an der Brücke das Geländer. Was aber gleich auffällt, ist dieses Schild:

Die Diensttreppe
Diensttreppe“? Da wiehert der Amtsschimmel! Wozu baut man eine Treppe, wenn sie nicht betreten werden darf? Oder war eigentlich gemeint: „Betreten der Diensttreppe für Unbefugte verboten“? Daran schlössen sich gleich weitere Fragen an: Wie kommt man aus dem Status eines Unbefugten in den eines Befugten? Durch Ausfüllen eines mehrseitigen Formulars bei der Stadtverwaltung? Oder bei Hessen Mobil (früher Straßenbauamt)?

Oder wollte Hessen Mobil einfach nur ausschließen, dass es bei einem eventuellen Unfall auf der Treppe haften muss? Dann allerdings hätte man direkt auf das Schild schreiben können: „Betreten der Treppe auf eigene Gefahr“. Ganz ohne Dienst und ganz ohne Verbot. Und ohne Amtsschimmel.

Rolf DautrichStehen bei einem DAX-Unternehmen (wie der Großbank, für die ich früher gearbei­tet habe) Änderungen am Webauftritt an, so ist gleich eine ganze Reihe von Hauptabteilungen an diesem Vorhaben beteiligt. Das Ganze läuft etwa so ab:

  • Die Fachabteilungen liefern die fachlichen Informationen.
  • Die Abteilung für Öffentlich­keitsarbeit erstellt daraus (hoffentlich) gut lesbare Texte, ergänzt Bilder, Grafiken sowie andere Inhalte und ent­scheidet schließlich, wie die neuen Beiträge auf der Website präsentiert werden sollen.
  • Die Rechtsabteilung prüft auf mögliche Verstöße gegen Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutzrecht oder andere gesetzliche Bestimmungen.
  • Gemäß den Sicherheitsvorgaben der Abteilung für IT-Sicherheit und gemäß den detaillierten Design­vorgaben der Marketing­abteilung setzt die IT-Anwen­dungsent­wicklung, eventuell in Zusam­men­arbeit mit einer Web-Agentur, die Beiträge in Programmcode um.
  • Nach fachlichen und technischen Tests übernimmt das Rechen­zen­trum die neue Version der Website in Produktion und sorgt für einen möglichst reibungslosen und unterbrechungsfreien Betrieb sowie für Software-Aktuali­sie­rungen und Datensicherungen.
  • Die Abteilung für IT-Sicherheit analysiert dann noch die (heute mittlerweile alltäglichen) Ein­bruchs­versuche durch Hacker und passt die Sicher­heits­vorgaben den neuen Anforderungen an.

Bei einer vergleichsweise kleinen Website wie Neudorf-MKK.de ist natürlich alles um mehrere Größen­ordnungen kleiner. Dennoch bleiben die grundsätzlichen Aufgaben die gleichen. Nur sind derzeit nicht zahlreiche Personen beteiligt, sondern nur eine:
Ich, der Webmaster.

So bin ich mal als Journalist, mal als Redakteur, mal als Fotograf, mal als Anwendungsentwickler und mal als Betriebsleiter tätig:

  • Viele Beiträge schreibe ich selbst, andere werden von Vereinen oder anderen Personen zugeliefert.
  • Ähnlich bei Fotos und Grafiken, die meist von mir, manchmal auch von anderen stammen.
  • Die Beiträge müssen redigiert und bei der Umsetzung in Webseiten so mit Abbildungen versehen werden, dass sie sowohl auf einem großen PC-Bildschirm als auch auf einem Smartphone vernünftig ausschauen.
  • Auch bei unserer Website stehen vor der Übernahme auf die Live-Version von Neudorf-MKK.de noch Tests auf der Aufgabenliste.
  • Und auch bei unserer Website fallen Tätigkeiten aus dem Bereich Betriebsüberwachung, Daten­sicherung und Software-Updates an.

 

Webseitenerstellung mit Joomla!®

Joomla! LogoMein wichtig­stes Werkzeug ist das freie Content Management System (CMS) Joomla!®. Die Soft­ware läuft auf einem Internet-Server bei unserem Hosting-Provider 1blu und wird per Browser (Firefox, Chrome, Edge, Safari …) bedient.

Bereits das Joomla!-Kernsystem bringt alles Notwendige mit, um einen einfachen, aber kompletten Webauftritt zu erstellen und zu verwalten. Natürlich muss man sich in die komplexe Software erst einarbeiten; danach ist jedoch die Erstellung weiterer Beiträge und der zugehörigen Menüpunkte relativ einfach.

Für weiter gehende Anforderungen gibt es zahlreiche Erweiterungen. Auf Neudorf-MKK.de sind z.B. der Veranstaltungskalender, die Google-Karten und das schwebende Menü bei der Anzeige der Website auf Smartphones mit entsprechenden Erweiterungen realisiert. Andere Erweiterungen unterstützen den Webmaster bei der Arbeit, darunter die für mich wichtigste Erweiterung überhaupt: Akeeba Backup™, ein Werkzeug zum Erstellen von Kom­plett­sicherungen des Webauftrittes. Für mich als Webmaster heißt das, dass ich je nach Anforderung geeignete Erweiterungen ausfindig machen, konfigurieren, testen und einbauen muss.

Eine spezielle Art von Erweiterungen stellen Designvorlagen („Templates“) dar, mit deren Hilfe man seinem Webauftritt ein eigenständiges Design geben kann; für ein richtig individuelles Aussehen musste ich aber auch noch Anpassungen am eingesetzten Template anbringen.

Template Countryside3R

 

Dynamische Webseiten

Bei Benutzung eines CMS wie Joomla! werden die einzelnen Seiten des Webauftritts nicht als Ganzes abgespeichert und dann mit dem Browser angezeigt. Stattdessen wird jede Webseite erst beim Aufruf durch den Browser des Besuchers aus Modulen zusammengebaut, und das in Abhängigkeit von Rand­bedingungen.

  • Dadurch wird es möglich, je nach Besucher individuelle Inhalte anzuzeigen (oder auch nicht).
  • Module können auf großen Bildschirmen angezeigt, auf kleinen jedoch versteckt werden.
  • Menüs können auf einem Smartphone anders angezeigt werden als auf einem großen Bildschirm.

Bei Neudorf-MKK.de wird z.B. die Uhr in der Titelleiste auf einem Notebook angezeigt, auf einem normalen Smartphone jedoch versteckt. Beiträge können auch nur für einen bestimmten Zeitraum angezeigt werden; diese Funktion benutze ich oft bei den Aktuellen Informationen.

Wetterwarnungen

 

Joomla! gestern und heute

Wie jede Software wird auch Joomla! permanent weiter entwickelt. Begonnen haben wir mal mit Version 1.0.8; heute sind wir bei Version 3.6.5.

Neudorf-MKK.de von Version 1 bis 3

Beim Wechsel von 1.x.x auf 2.x.x und von 2.x.x auf 3.x.x war jedes Mal relativ viel Arbeit angesagt, weil sich Grundlegendes an der Software-Architektur geändert hat. Eine der wichtigsten Neuerungen beim Über­gang auf die derzeitige Hauptversion 3 war die Unterstützung von „Responsive Webdesign“. Hinter diesem Fachbegriff versteckt sich die Fähigkeit der Website, die Darstellung in Abhängigkeit von der Bild­schirm­breite automatisch anzupassen. Aber auch wenn Joomla! dies unterstützt, ist der Übergang mit Arbeit ver­bun­den gewesen, denn ich musste z.B. bei allen Fotos und Grafiken Anpas­sungen durchführen (Aus „Zeige das Foto in einer Breite von 350 Pixeln rechtsbündig an!“ wurde „Zeige das Foto in einer Breite von 40% rechtsbündig an!“). Der nächste große Sprung auf Hauptversion 4 wird voraussichtlich in 2018 2021 erfolgen.

Bei einer Versionsänderung in der zweiten Stelle (z.B. von 3.5 auf 3.6) kommen neue Funktionen hinzu, ohne dass sich an den vorhandenen Wesentliches ändert; die Version 3.7 wird in wenigen Wochen erwartet. Versionsänderungen in der dritten Stelle (z.B. von 3.6.4 auf 3.6.5) sind reine Fehler­kor­rek­turen oder Sicherheits-Updates. Und nicht nur das Joomla!-Kernsystem unterliegt Änderungen, sondern auch die eingesetzten Erweiterungen.

 

Eine neue Version der Website entsteht!

Grundsätzlich gilt, dass Updates schon aus Sicherheitsgründen zeitnah eingesetzt werden müssen. Bei den letzten Sicherheits-Updates begannen die Angriffe auf nicht aktualisierte Websites bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung des Updates!

Was für mich bei jeder Versionsänderung an Joomla!-Kernsystem und -Erweiterungen anfällt, sind natürlich Funktionstests aller wesentlichen Seiten von Neudorf-MKK.de, die umso umfangreicher ausfallen, je größer der Umfang der Änderungen ist.

An der Live-Version der Website nehme ich allenfalls ganz banale Korrekturen vor, z.B. die Korrektur von Tippfehlern. Für alle anderen Änderungen, wie das Erstellen neuer Beiträge, das Verschieben von Menüpunkten oder auch Updates an Joomla!-Kernsystem oder –Erweiterungen, benutze ich eine Kopie der Website. Dort kann ich so lange „basteln“ und optimieren, bis mir das Ergebnis gefällt. Danach erfolgt eine Komplettsicherung mit Akeeba Backup (s.o.); diese Sicherung wird anschließend auf die Live-Version der Seite übernommen.

 

Die Website sicher betreiben und überwachen

Die Server-Hardware und –Software, darunter der Web-und der Datenbankserver, wird von unserem Hosting-Provider 1blu GmbH betrieben und erfordert von mir keine Eingriffe. Ich musste lediglich die Softwareumgebung für unseren Webauftritt anfänglich konfigurieren. Anpassungen sind äußerst selten erforderlich.

Für die laufende Überwachung der Website setze ich einen (sogar kostenlosen) Internet-Dienst ein. Dieser versucht alle fünf Minuten, die Website aufzurufen. Falls das nicht funktioniert, bekomme ich sofort eine entsprechende E-Mail, ebenso, wenn die Seite wieder verfügbar ist. Ein weiterer Webdienst sorgt dafür, dass neue Beiträge der Rubrik „Aktuelle Informationen“ automatisch auf unsere Facebook-Seite gepostet werden. Und schließlich informiert mich Neudorf-MKK.de auch per E-Mail über die Verfügbarkeit von Updates am Joomla!-Kernsystem.

Die Komplettsicherungen der Website lade ich auf meinen PC herunter. Dort sorge ich für sichere Aufbewahrung auf externen Festplatten. Letzteres gilt übrigens auch für Material, das mir zugeschickt wird, z.B. Word-Dokumente oder Fotos.

Sicherheit ist bei jedem IT-System ein wichtiges Thema, auch bei unserer Website. Die erste und wichtigste Maßnahme für ein sicheres System ist das zeitnahe Einspielen von Software-Updates. Den Zugang zum Verwaltungsbereich unserer Website habe ich auf Webserver-Ebene zusätzlich abgesichert. Eine Joomla!-Erweiterung, die ich installiert habe, prüft permanent auf Einbruchsversuche und verhindert erkannte.

 

Joomla! als Gemeinschaftsprojekt

Das Joomla!-Kernsystem und viele Erweiterungen sind frei verfügbare, offene und kostenlose Software­produkte (Open Source). Sie werden von einer weltweiten Gemeinschaft von Freiwilligen entwickelt und gepflegt. Dies führt aber auch zu einer gewissen moralischen Ver­pflich­tung jedes Benutzers dieser Softwareprodukte, nach seinen Möglichkeiten zur Gemeinschafts­arbeit beizutragen. Ich tue dies, indem ich Fehler und Unklarheiten bei den jeweiligen Softwareherstellern melde und gelegentlich auch einmal neue Versionen teste. Außerdem bin ich aktives Mitglied einer geschlos­senen Facebook-Gruppe, die mehr als 2.500 Webmastern als Forum für Informationsaustausch und Wissenstransfer dient.

Facebook-Gruppe Joomla! D-A-CH

 

Epilog

Na ja: Am Ende kommen doch einige Stunden Arbeit pro Woche zusammen!