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   Informationen aus und über, aber nicht nur für Neudorf .... 

Die Auwiesen der Kinzig sind ein Paradies für zahlreiche Vogelarten. Dies gilt auch für den Bereich zwischen Wächtersbach, Aufenau und Neudorf.

Eisvogel

 

Wer im nicht immer winterlichen Winter 2014/15 am südlichen Ortsrand von Neudorf entlang einem der dortigen Flutgräben spazieren geht, kann mit etwas Glück ein kleines Juwel der heimischen Vogelwelt antreffen: den Eisvogel. Dieser ist nicht nur streng geschützt, sondern auch besonders hübsch. Sitzt er auf einem Ast, so kann man den langen, spitzen Schnabel und das orange-farbene Brustgefieder sehen. Am eindrucksvollsten ist der Eisvogel jedoch, wenn er wegfliegt, denn dann kann man das leuchtend blaue Gefieder auf seinem Rücken besonders gut erkennen.

 

 

 

Eisvogel im Flug


Leichter zu beobachten sind natürlich die Großvögel:

Der Weißstorch war in unserer Gegend lange Zeit nicht mehr zu sehen. Aber nicht zuletzt durch die Bemühungen der HGON, der u.a. zahlreiche Nistplattformen aufgestellt hat, ist der Storch hierzulande wieder heimisch geworden. Von Frühjahr bis Herbst konnte man fast täglich in den Neudorfer oder Aufenauer Auwiesen einen oder mehrere dieser großen Schreitvögel beobachten, die normalerweise keine allzu große Scheu vor Menschen oder auch vor landwirtschaftlichen Fahrzeugen zeigen.

Weißstorch bei Neudorf

Bei der Wahl des Nistplatzes sind sie allerdings empfindlich gegen Störungen. Leider hatte sich bis einschließlich 2015 noch kein Storchenpaar eingefunden, das die Nistplattform bei Neudorf zur Aufzucht von Jungen genutzt hätte; Grund hierfür ist möglicherweise, dass zu viele Spaziergänger mit und ohne Hund sich in der kritischen Nistzeit im Frühjahr zu häufig der Plattform zu sehr genähert haben. Daher auch hier noch einmal der eindringliche Hinweis: Bleiben Sie beim Spazierengehen auf den befestigten Wegen und vermeiden Sie jede Störung der Störche, vor allem im Frühjahr!

Während bisher alle Weißstörche im Herbst nach Süden in ihre Winterquartiere in Spanien oder Nordafrika zogen, bleiben mittlerweile manche Exemplare in unseren Breitengraden. So konnte man während dieses Winters auch im Dezember oder Januar Störche bei uns antreffen. Eine Folge des Klimawandels?

 

Silberreiher im FlugEin weiterer Großvogel, der seit einigen Jahren regelmäßiger Gast bei uns ist, vor allem im Winterhalbjahr, ist der Silberreiher mit seinem rein weißen Gefieder und seinen schwarzen Beinen.

 

GraureiherBei uns vergleichsweise häufig ist der Graureiher. Oft sieht man bis zu einem Dutzend der hübsch gezeichneten Großvögel auf engem Raum, manchmal auch zusammen mit Störchen oder Seidenreihern.

 

Übrigens: Auch im Flug kann man Störche und Reiher sehr gut unterscheiden, denn Störche fliegen mit nach vorne gestrecktem Kopf, während Reiher den Hals S-förmig biegen und den Kopf zurücknehmen.


Ebenfalls häufig in den Kinzigauen zu sehen sind Wildgänse. Dabei scheinen meine eigenen Beobachtungen die Vermutung von Wissenschaftlern zu bestätigen, dass die aggressiven, aus südlichen Breiten stammenden Nilgänse die bisher hier eher anzutreffenden Graugänse nach Norden abdrängen.

Graugans

Nilgans

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Greifvögel kann man immer mal wieder beobachten, insbesondere den Rotmilan (auch Gabelweihe genannt) und den Turmfalken mit seinem charakteristischen Rüttelflug.

Rotmilan (Gabelweihe)

Turmfalke

Übrigens: Da ich weder über die nötige Kameraausrüstung noch über die nötige Geduld für die Fotopirsch auf unsere Vögel verfüge, musste ich auf Bildmaterial aus dem Wikipedia-Umfeld zurückgreifen (außer beim Bild des Storches).

 

 

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