Informationen aus und über, aber nicht nur für Wächtersbach-Neudorf ...  

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  Wächtersbach-Neudorf ...  

22.09.2020


Header Neudorf V2 mit Wappen

Die Randnotiz

Die Diensttreppe

Froh sind die Neudorfer schon, dass nach monatelangen Bauarbeiten die neue Brücke über den Flutgraben am Ortsrand von Aufenau für den Verkehr freigegeben worden ist. Und sie nicht mehr den Umweg über Wächtersbach fahren müssen, wenn sie z.B. im Mittelpunkt Aufenau Brötchen holen wollen. Noch fehlt an der Brücke das Geländer. Was aber gleich auffällt, ist dieses Schild:

Die Diensttreppe
Diensttreppe“? Da wiehert der Amtsschimmel! Wozu baut man eine Treppe, wenn sie nicht betreten werden darf? Oder war eigentlich gemeint: „Betreten der Diensttreppe für Unbefugte verboten“? Daran schlössen sich gleich weitere Fragen an: Wie kommt man aus dem Status eines Unbefugten in den eines Befugten? Durch Ausfüllen eines mehrseitigen Formulars bei der Stadtverwaltung? Oder bei Hessen Mobil (früher Straßenbauamt)?

Oder wollte Hessen Mobil einfach nur ausschließen, dass es bei einem eventuellen Unfall auf der Treppe haften muss? Dann allerdings hätte man direkt auf das Schild schreiben können: „Betreten der Treppe auf eigene Gefahr“. Ganz ohne Dienst und ganz ohne Verbot. Und ohne Amtsschimmel.

Wappen der Stadt Wächtersbach

In einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung der Ortsbeiräte aus Hesseldorf, Neudorf und Weilers am 10.12.2013 im Dorf­gemein­schafts­haus Hesseldorf wurden die Bürger über die Pläne eines privaten Investors informiert, drei Windräder zu bauen. Diese sollen in einem Waldgebiet erstellt werden, das zwar zur Gemeinde Brachttal gehört, aber beinahe unmittelbar nördlich an die im Bau befindlichen Windkraft­anlagen in der Gemarkung Neudorf anschließt. Auf dem Plan sind die von der Stadt initiierten Windräder in schwarz, die vom privaten Investor in orange dargestellt.

An diesem Projekt ist auch die Firma ABO Wind beteiligt, die die Anlagen in Neudorf errichtet. Offenbar ist die Planung schon so weit fortge­schritten, dass Anfang 2014 der Genehmigungsantrag eingereicht werden soll.

Zu einigem Unmut und zu Kritik gaben in der Versammlung ins­besondere zwei Tatsachen Anlass:

  • Die Entfernung von den geplanten Anlagen zum Stadtteil Weilers beträgt teilweise nur 1.100 Meter. Aufgrund dieses geringen Abstandes fürchten insbesondere die Bewohner von Weilers eine deutliche zusätzliche Lärmbelastung.

  • Beim Bau der Anlagen sollen die Zufahrtswege in der Gemarkung Neudorf benutzt werden, die bereits für die Errichtung der Neudorfer Anlagen ausgebaut worden sind. Hieraus würde eine erhebliche Beeinträchtigung für die Einwohner von Neudorf resultieren, da außer den Schwertransporten für die Windräder auch noch geschätzt mindestens 100 LKW-Ladungen an Baumaterial pro Windrad anfallen. All dieser zusätzliche Schwerverkehr würde durch Neudorf rollen.