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29.10.2020


Header Neudorf V2 mit Wappen

Fördergelder für Hesseldorf-Weilers-Neudorf aus dem Hessischen Dorferneuerungsprogramm

Erstmals wurden mit Hesseldorf, Weilers und Neudorf drei Stadtteile einer Stadt in das Förder­pro­gramm Dorferneuerung des Landes Hessen aufgenommen. Hierfür wurden aufgrund des Antrages der Stadt Wächtersbach sogar die Vergabe­richtlinien geändert, da die Antrag­stellung als zukunftsweisend eingestuft wurde.

In den kommenden neun Jahren wird es jetzt möglich sein, aus finanziellen Mitteln des Dorf­erneuerungs­pro­gramms im Rahmen der Vorgaben den Stadtteil zu gestalten. Dies soll ausdrücklich unter Beteiligung der Bürger erfolgen, die zu einem ersten Informationsabend am 22.10.2010 um 19:00 Uhr ins Dorf­gemeinschafts­haus Weilers eingeladen sind. Ein weiterer Infomationsabend wird eine Woche später, also am 29.10.2010 um 19:00 Uhr, im Dorf­gemein­schafts­haus Neudorf stattfinden.

 

Übergabe des Bewilligungs­bescheids zur Aufnahme der drei Wächtersbacher Stadtteile

Wappen des Landes HessenAm Nachmittag des 08.10.2010 übergab Ministerialdirigent Werner Müller in Vertretung des Hessischen Ministers für Wirtschaft, Verkehr und Landes­entwicklung, Dieter Posch, an Bürgermeister Rainer Krätschmer im Gemein­schafts­haus Neudorf den Bewilligungs­bescheid zur Aufnahme der drei Stadtteile Hesseldorf, Weilers und Neudorf in das Dorf­erneuerungs­programm der hessischen Landes­regierung.

Zur feierlichen Übergabe waren Landrat Erich Pipa, Erster Stadtrat Andreas Weiher, Stadt­verordneten­vorsteher Gerhard Koch, die beiden Landtags­abgeordneten Alexander Noll und Heinz Lotz, sowie zahlreiche Kommunal­politiker und Bürger aus den drei Stadtteilen gekommen.Wappen der Stadt Wächtersbach

Ministerialdirigent Werner Müller wün­schte den drei Tal­gemein­den Hessel­dorf, Weilers und Neudorf viel Freude bei der Umsetzung der bereits in den letzten Monaten gesam­melten Ideen und des mit Hilfe des Amtes „Entwicklung ländlicher Raum", dessen Vertreter Bernd Weisbecker ebenfalls zur Übergabe gekommen war, erarbeiteten Konzeptes. Das Dorferneuerungsprogramm soll in der Bevölkerung Eigeninitiative auslösen, der Gemeinsinn spiele dabei eine große Rolle.
Hesseldorf-Weilers-Neudorf gehöre nun zu den 29 Hessischen Dorf­erneuerungs­projek­ten hessenweit. Neben der Verschönerung der drei Stadtteile sei das Dorf­erneuerungs­programm als Wirtschafts- und Strukturprogramm zu werten. Die Modernisierungsmaßnahmen in privaten Gebäuden kommen dem Mittelstand und den örtlichen Handwerksbetrieben zugute, die Investitionen verbleiben in der Region - als Stabilisierung des Wirt­schafts­standorts und zum Erhalt der Arbeitsplätze. Mit der Förderung gleich dreier Stadtteile gehe man neue Wege; durch die bereits bestehenden engen Strukturen der Talgemeinden war die Entscheidung auf alle drei gemeinsam gefallen. Dies sei heute der Startschuss; Fördermöglichkeiten für die nächsten neun Jahre stehen nun an. Müller sagte am Ende seiner Ausführungen Dank an das Amt für ländlichen Raum, welches die drei Stadtteile in dieser Zeit begleiten und die Projekte mitentwickeln werde.

Landrat Erich Pipa erinnerte an die demografische Entwicklung; umso wichtiger sei es, durch ent­spre­chende Projekte dafür Sorge zu tragen, dass das Leben liebens- und lebenswert bleibe. Möglichkeiten biete die Dorfentwicklung mit Beteiligung der Bürger. Die soziale Infrastruktur könne verbessert werden. Beispielhaft nannte Landrat Pipa eine Citybuslinie für Hesseldorf, Weilers und Neudorf, die Kinder­betreuung, die Senioren- und Altenbetreuung; als weiteren wichtigen Aspekt benannte er die Wirtschaftsförderung, z.B. mit einer guten Breitbandversorgung. Wächtersbach habe bereits große Erfahrung mit der Dorferneuerung in Leisenwald, Aufenau und Wittgenborn. Und in Wächtersbach sei wirtschaftlich immer was los; so habe man vor Ort das Schwimmbad, mit viel Geld umgebaut und hervorragend saniert, vor wenigen Monaten eingeweiht, während in anderen Kommunen die Bäder geschlossen werden müssten. Abschließend sprach Pipa seinen Dank für die Entscheidung Wächtersbach im Namen der Kreisgremien und des Kreisausschusses aus.


Freuen sich über die Aufnahme der drei Wächtersbach Stadtteile Hesseldorf, Weilers, Neudorf ins Dorferneuerungsprogramm: Mdl Alexander Noll, Erster Stadtrat Andreas Weiher, Landrat Erich Pipa, Ministerialdirigent Werner Müller, Bürgermeister Rainer Krätschmer, MdL Heinz Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch (von links)

Die beiden Landtagsabgeordneten Heinz Lotz und Alexander Noll zeigten sich erfreut über die Wahl der drei Wächtersbacher Stadtteile. Lotz erinnerte daran, dass nach Ablauf des Dorf­erneuerungs­programms die geschaffene Infrastruktur nachhaltig bleibe; je Euro Investition werden vier generiert. Ein Novum sei, mit Hesseldorf, Weilers und Neudorf drei Stadtteile gemeinsam zu fördern; zugleich hätten damit alle drei gemeinsam die Chance, ein gutes Stück nach vorn zu kommen. Noll erinnerte daran, die vorhandenen Finanzmittel sinnvoll und damit erfolgreich einzusetzen; das Geld werde nicht vermehrt werden können.

In Vertretung des Neudorfer Ortsvorstehers Gerhard Seitz bedankte sich Stell­vertreter Norbert Metzler bei Bürgermeister Krätschmer, er habe dem Ortsbeirat Neudorf in den letzten Monaten Mut gemacht für die Dreiervariante Hesseldorf-Weilers-Neudorf; er sei letztendlich überrascht gewesen, dass die Bewilligung so zeitnah erfolgte. Lob zollte er den Herren Weisbecker und Geis aus dem Amt für ländlichen Raum im Main-Kinzig-Kreis, dank derer viele gute Ideen in das Bewerbungskonzept eingeflossen waren.

Norbert Metzler, Stellvertretender Ortsvorsteher von Neudorf, bei seiner Ansprache

Georg Jung, Ortsvorsteher aus Weilers, will nun zeitnah die Vorstellungen und möglichen Schwerpunkte in den einzelnen Stadtteilen konkretisiert wissen - dazu sei Bürgerbeteiligung notwendig. Am Ende stehe hoffentlich die Zufriedenheit der gesamten Bevölkerung in den drei Stadtteilen.

Für den beruflich verhinderten Hesseldorfer Ortsvorsteher Otmar Müller ergriff Gerhard Kuschnik das Wort. Auch er zeigte sich erfreut über die Wahl der drei Talgemeinden gemeinsam - Gemeinsamkeit werde schon in vielen Bereichen gelebt, beispielsweise in den Vereinen, Verbänden, und in der Seniorenarbeit. So wünsche er sich in den nächsten Jahren eine gedeihliche Zusammenarbeit, und weniger Einzelinteressen. Erster Stadtrat Andreas Weiher richtete seinen Dank nach Wiesbaden für die Auswahl. Wie erfolgreich die Dorfentwicklung sein könne, sei an Wittgenborn zu sehen, dort gebe es nach dem Abschluss des Programms immerhin noch eine 23-köpfige Arbeitsgemeinschaft, die den Stadtteil weiterentwickle und weitere Projekte in der Zukunft umsetzen werde. Seine Erfahrungen werde er gerne einbringen, Hesseldorf-Weilers-Neudorf wünsche er Glückauf.

In seinem Schlusswort bekräftigte Bürgermeister Krätschmer seinen Wunsch, die drei Stadtteile mögen mehr zusammenwachsen. Er erwarte durch das Dorf­erneuerungs­pro­gramm positive Struktur­ver­änderungen. Nun werde es in jedem Stadtteil eine Bürgerversammlung geben, daraus solle sich ein gemeinsamer Beirat bilden, der die Details in den einzelnen Stadtteilen beraten und bewerten solle.

 

(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Wächtersbach vom 19.10.2010)