Informationen aus und über, aber nicht nur für Wächtersbach-Neudorf ...  

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Die Randnotiz

Waschbären

Putzig sieht es schon aus, wenn eine Waschbärin eines ihrer drei Jungen an einen anderen Ort bringen will.

Waschbärin mit Nachwuchs

Trotzdem hinterlässt dieses Bild (Klicken für großes Foto) aus der Mitte von Neudorf zwiespältige Gefühle. Ein umgestürzter Mülleimer oder ein leer gefressener Obstbaum werden ja vielleicht noch hingenommen. Aber wenn die Tiere den Dachboden in ihrem Sinn umräumen und dabei größere Schäden verursachen, dürfte bei dem einen oder anderen Hausbesitzer die Tierliebe erkalten.

Wächtersbach plant einen „Bürger-Windpark" auf städtischen Wald­flächen. Bis zu sieben Windräder sollen in der Gemarkung bei Wittgen­born, Neudorf und Aufenau entste­hen. Großen Zuspruch fand die Einladung des Stadtverordneten­vorstehers Gerhard Koch in der Bevölkerung zum Thema Wind­energie. Mit Blick in die Runde stellte er in seiner Eingangsbegrüßung fest, dass wohl keine Bürgerversammlung seither so viel Interesse geweckt habe, rund 150 Interessierte hatten den Weg ins Bürgerhaus gefunden.

Bürgerversammlung am 04.08.2011

Er halte es jetzt für den richtigen Zeitpunkt, die Wächtersbacher Bevölkerung in der ersten Projekt­phase zu informieren, so Erster Stadtrat Andreas Weiher. Auch sei jetzt die richtige Zeit, die Energie­gewinnung durch Wind anzugehen. Man werde damit den Informations- und Planungsvorsprung nutzen und zwar noch vor einem Berliner Energiekonzept. Die Anlagen werden auf städtischem Grund errichtet, damit kommen die finanziellen Erträge auch der Stadt und damit dem Steuerzahler zugute. Weiher sieht darin die Chance, auch in der Zukunft – trotz der finanziell schwierigen Kassenlage – gewünschte Bürger-Projekte außerhalb der sogenann­ten „Kernaufgaben" zu verwirklichen. Die Bürgerbeteiligung – schon in der sehr frühen Planungsphase – sei ihm wichtig. Auch in die weiteren Schritte der Umsetzung werde man die Bürger immer wieder einbinden. Transparenz und der aktuelle Informationsaustausch seien wichtig – ebenso die Beteiligung der Bürger. Das sei auch in wirtschaftlicher Hinsicht möglich.

Ein Projektteam von AboWind (Herr Bieber, Frau Keggenhoff und Herr Traut) informierte über die in einem ersten Auswahlverfahren favori­sierten Standorte. So sollen vorbehaltlich der noch abzu­wartenden Gutachten und Bewertungen die drei Flächen bei Wittgenborn, Neudorf und Aufenau zunächst für die insgesamt sieben Windkraftanlagen weiter entwickelt werden, weil sie die besten Voraussetzungen bieten. Viele technische Details über Windertrag, Gebäudehöhe, Standortauswahl, Naturschutz und Gewässerschutz, Geräuschentwicklung, Schatten­schlag, die aufgrund von Bürger­fragen aufkamen, wurden umfassend erklärt; auch mit dem Hinweis auf die firmeneigene Homepage www.abo-wind.de. AboWind, für die Planung, den Bau und die Finanzierung verantwortlich, signalisierte den Bürgern eine Beteiligungsmöglichkeit auf finanzieller Basis – und stellte mit Blick auf die derzeit niedrigen banküblichen Zinsen eine rentable Rendite in Aussicht; das bei einer Laufzeit von 20 Jahren.