Abfallkalender für Neudorf
Aktuelle Veranstaltungen
| 11.04.2026, 09:00 Uhr Kleidersammlung in Neudorf |
| 11.04.2026, 14:00 Uhr Repaircafé |
| 12.04.2026, 10:00 Uhr Evangelischer Gottesdienst |
| 14.04.2026, 14:30 Uhr Kaffeenachmittag der Senioren |
| 14.04.2026, 19:30 Uhr Auftaktveranstaltung Kommunale Wärmeplanung |
| 15.04.2026, 15:00 Uhr Worte und Torte - Ev. Kirchengemeinde |
| 15.04.2026, 19:00 Uhr JHV der Weinfreunde Neudorf eV |
| 19.04.2026, 10:00 Uhr Evangelischer Gottesdienst |
| 19.04.2026, 14:00 Uhr Heimatmuseum geöffnet |
Ortsbeiratssitzung vom 30.03.2026
Die Stadt Wächtersbach und der Ortsbeirat Neudorf hatten für den 30.03.2026 zur 11. öffentlichen Ortsbeiratssitzung mit dieser Tagesordnung eingeladen. Die Sitzung kam aufgrund einer Aufforderung der Stadt Wächtersbach zustande, weil der Ortsbeirat gemäß § 83 (3) der HGO zu wichtigen Angelegenheiten, die den Ortsbezirk betreffen, zu informieren und anzuhören ist.
In diesem Fall ging es um zwei Vorhaben des Wasserverbandes Kinzig, die unmittelbar Neudorf betreffen und die dann auch gleich die ersten beiden Punkte der Tagesordnung einnahmen.
Da sich der Ortsbeirat nach der Kommunalwahl vom 15.03.2026 noch nicht neu konstituiert hat, kam er noch in der Zusammensetzung der auslaufenden Wahlperiode zusammen.
TOP 1: Trinkwassertransportleitung
Vom Wasserverband Kinzig waren Büroleiter Sascha Neidhardt und Bauleiter Reinhard Bischof gekommen, um dem Ortsbeirat das aktuelle Großprojekt des Verbandes mit Bezug zu Neudorf sehr gut und anschaulich vorzustellen:
- Unmittelbar bei der Staumauer des Stausees Ahl soll eine innovative neue Trinkwasseraufbereitungsanlage entstehen, die Oberflächenwasser aus dem Stausee zu bestem Trinkwasser aufbereiten wird.
- Pumpen innerhalb dieser Anlage transportieren dann das aufbereitete Wasser über mehr als sieben Kilometer Entfernung und 55 Meter Höhenunterschied zum Wasserwerk oberhalb von Neudorf. Die Rohrleitung werde zunächst der Kinzig folgen, ehe sie in der Gemarkung Neudorf unter einer bereits bestehenden, acht Meter breiten Schneise hinauf zum Wasserwerk geführt wird. Alle Baumaßnahmen sollen so schonend wie möglich durchgeführt werden.
- Im Wasserwerk Neudorf wird das aufbereitete Wasser aus Ahl teilweise mit dem kühleren Brunnenwasser gemischt, das aus dem südlichen Vogelsberg kommt, bevor es mit diesem zusammen über das bestehende Verteilnetz Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis sowie die Städte Hanau und Frankfurt versorgt.
- Bis zur geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2031 werden die Gesamtkosten des Projekts etwa 70 Millionen Euro betragen. Dann werden jährlich bis zu 9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser durch diese Leitung gepumpt werden.
- Ein Entwurf der Planungsunterlagen wurde bereits zur Vollständigkeitsprüfung beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht.
- Hauptziel des Projekts ist die langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet bei gleichzeitiger Schonung der Grundwasservorräte im südlichen Vogelsberg (wo es ja schon seit Jahrzehnten immer wieder Proteste gegen die Grundwasserentnahme gibt).
Der Ortsbeirat hatte keine Einwände und nahm die Pläne zustimmend zur Kenntnis.
Weitere, ausführlichere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Website des Wasserverbandes.
TOP 2: Löschteich und Kaskadenbiotope
Auch beim zweiten Tagesordnungspunkt wurde ein Projekt des Wasserverbandes vorgestellt. Es geht um einen Löschwasserteich, den der Wasserverband anlegen muss. Der Teich soll auf dem Gelände des Wasserwerks entstehen und mit dem Messwasser, das laufend zur Überprüfung der Wasserqualität entnommen wird, gespeist werden. Der Überlauf aus diesem Teich wiederum soll in mehrere sogenannte Kaskadenbiotope ausgeleitet werden, die im unmittelbar an das Wasserwerksgelände angrenzenden Wald angelegt werden sollen.
Die ungefähre Lage von Löschwasserteich und Biotopen zeigt die folgende Skizze:

Zugrunde liegende Karte aus dem Geoportal des Landes Hessen
Der Löschteich soll mindestens 1.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen; täglich fallen etwa sieben Kubikmeter Messwasser an. Der Überlauf aus dem Löschteich speist anschließend die Kaskade der Biotope. Wasser, das bis dahin nicht verdunstet ist, fließt am Ende dann in den Wald.
Die Biotope sollen zur Erhaltung (und im besten Fall Verbesserung) der Artenvielfalt dienen. Das im Wald versickernde Wasser soll der Bildung von Grundwasser dienen.
Auf den Löschteich soll selbstverständlich auch die örtliche Feuerwehr zugreifen können.
Auf eine entsprechende Frage hin bestätigten die Mitarbeiter des Wasserverbandes, dass die Wasserzufuhr für den bestehenden Teich am Schützenhaus Neudorf durch die neuen Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden wird.
Ein anderer Bürger hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich hinter dem Wasserverband eine Quelle mit Wasserloch befinde. Die Antwort: Das sei bekannt, aber würde davon nicht berührt werden.
Der Wasserverband hat mit der Stadt Wächtersbach vereinbart, dass die Biotope nach der Erstellung durch den Verband in städtische Hand übergeben werden.
Auch gegen dieses zweite Projekt gab es keine Einwände.

Der Löschteich soll mindestens 1.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen; täglich fallen etwa sieben Kubikmeter Messwasser an. Der Überlauf aus dem Löschteich speist anschließend die Kaskade der Biotope. Wasser, das bis dahin nicht verdunstet ist, fließt am Ende dann in den Wald.
Die Biotope sollen zur Erhaltung (und im besten Fall Verbesserung) der Artenvielfalt dienen. Das im Wald versickernde Wasser soll der Bildung von Grundwasser dienen.
Auf den Löschteich soll selbstverständlich auch die örtliche Feuerwehr zugreifen können.
Auf eine entsprechende Frage hin bestätigten die Mitarbeiter des Wasserverbandes, dass die Wasserzufuhr für den bestehenden Teich am Schützenhaus Neudorf durch die neuen Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden wird.
Ein anderer Bürger hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich hinter dem Wasserverband eine Quelle mit Wasserloch befinde. Die Antwort: Das sei bekannt, aber würde davon nicht berührt werden.
Der Wasserverband hat mit der Stadt Wächtersbach vereinbart, dass die Biotope nach der Erstellung durch den Verband in städtische Hand übergeben werden.
Auch gegen dieses zweite Projekt gab es keine Einwände.
TOP 3: Toilettensanierung Dorfgemeinschaftshaus
Im dritten Tagesordnungspunkt ging es um das leidige Thema der längst überfälligen Sanierung der Duschen und Toilettenanlagen im Dorfgemeinschaftshaus. Ortsvorsteherin Simone Bienossek erläuterte, dass es derzeit keine Fortschritte gebe, weil nach Aussage der Stadt Wächtersbach wegen der momentan geltenden vorläufigen Haushaltsführung die Auftragsvergabe an die ausführenden Firmen nicht erfolgen könne; die vorläufige Haushaltsführung gilt deshalb, weil der vom Magistrat vorgelegte Haushaltsentwurf für 2026 in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt und an die Ausschüsse zurücküberwiesen wurde.
Der Ortsbeirat ist mit dieser Erklärung der Stadtverwaltung äußerst unzufrieden. Laut § 99 (1), Abs. 1, der HGO darf die Stadt Vorhaben, „insbesondere Bauten, Beschaffungen und sonstige Leistungen des Finanzhaushalts fortsetzen, für die im Haushaltsplan eines Vorjahres Beträge vorgesehen waren.“ Genau diese Situation liegt hier vor, da die Mittel schon im Haushalt 2025 genehmigt waren. Daher hat der Ortsbeirat die Umsetzung der geplanten Maßnahmen bei der Stadtverwaltung eingefordert.
TOP 4: Sachstand Düker
Ähnlich wie beim vorherigen Tagesordnung gab es auch bei der Sanierung des "Dükers", der Entwässerungsanlage zwischen Aufenau und Neudorf, bisher keine sichtbaren Fortschritte. Allerdings soll die Maßnahme jetzt Ende April 2026 durchgeführt werden, wahrscheinlich nicht durch den städtischen Bauhof, sondern durch eine Fremdfirma.
TOP 5: Sanierung der Straße zu den Windrädern
In den vergangenen Monaten sind zwar von den Kreiswerken Sanierungsarbeiten an den Wegen zwischen dem Gelände des Wasserverbandes und den Windrädern erfolgt und auch vom Ortsbeirat in Augenschein genommen worden.
Jedoch hat die Stadt es auch nach ungefähr fünf Jahren immer noch nicht geschafft, die Finanzierung für die dringend notwendige Sanierung der Bad Sodener Straße vom Ortsende bis zum Wasserverband zu klären. Insbesondere steht noch die Stellungnahme der Kreiswerke zu einer eventuellen Kostenbeteiligung aus.
Der Zustand dieser Straße ist und bleibt für den Ortsbeirat ein großes Ärgernis, was auch gegenüber der Stadtverwaltung deutlich gemacht worden ist.
TOP 6: Verschiedenes
Unter diesem Punkt bedankte sich der Ortsbeirat bei den Teilnehmern der Müllsammelaktion, die einige Tage vor der Ortsbeiratssitzung durchgeführt wurde. Im Zuge dieser Aktion wurde festgestellt, dass relativ viel Müll am Fuß- und Radweg zwischen Neudorf und Weilers lag. Hier soll die Entwicklung beobachtet werden. Außerdem soll bei der Bank Ecke Rosengarten / Neue Straße ein Mülleimer aufgestellt werden, damit hier rastende Fußgänger und Radfahrer ihre Abfälle nicht im Rosenbeet entsorgen.
Die Stadt wurde gebeten, dem Heimatmuseum eine Kopie der Eingemeindungsurkunde von 1971 zur Verfügung zu stellen.
Auch die Gelnhäuser Neue Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 02.04.2026 von der Ortsbeiratssitzung:

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Weinfreunde: Der Weinberg ruft!
Wie in jedem Jahr gilt für die Weinfreunde Neudorf auch 2026: Wer im Herbst gute und vollreife Trauben ernten will, muss bereits am Ende des vorhergehenden Winters im Weinberg aktiv werden. Die Arbeiten sind vielfältig: Pfosten und Drähte der Weinspaliere müssen kontrolliert und gegebenenfalls ausgebessert bzw. erneuert, die Reben müssen (mehrmals) beschnitten, die Triebe an die Drähte gebunden werden. Natürlich muss auch das Gras, das zwischen den Reihen wächst, immer wieder gemäht werden. Und vieles, vieles mehr ...
Am 28.02.2026 trafen sich ungefähr ein Dutzend Mitglieder, darunter einige Kinder, zum ersten Rebschnitt des Jahres.



Nach der Arbeit gab es Kartoffelsuppe und Kaltgetränke für alle sowie eigenen Wein für die Erwachsenen.
Während des Sommerhalbjahres treffen sich die Weinfreunde regelmäßig zu Arbeitseinsätzen, die in ihrer internen WhatsApp-Gruppe angekündigt werden.
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